Taschkent

Wir haben gut geschlafen und nach einem guten Frühstück starten wir zu der Stadtbesichtigung. Iroda kündigt an, dass sie uns mehr als nur die 3 großen M (Medresen, Machallas, Moscheen) zeigen wird.

Gespannt besteigen wir den Bus und los geht es. Erste Station ist die Gedenkstätte Muschestwo (Tapferkeit).

Hier wird an die Naturkatastrophe von 1966 erinnert, als ein Erdbeben fast die gesamte Stadt zerstörte. Lediglich Gebäude aus dem 16. Jahrhundert blieben stehen. Es scheint, man wusste schon damals, dass und vor allem wie man in einem Erdbebengebiet bauen sollte. Im Bereich von Khast Iman sehen wir traumhafte Gebäude, den ältesten Koran der Welt und können Iroda nicht glauben, wenn sie sagt, dass sich der Prunk der Gebäude in den kommenden Stationen noch steigen wird.

Diese drei alten Männer beten für uns, damit die Reise ein Erfolg wird.

Der Chorsu Basar ist der älteste Basar Zentralasiens. Wir durchstöbern ihn. Zuerst mit Iroda, die nicht müde wird, uns alles zu erklären und dann erobern wir die obere Etage auf eigene Faust.

Ein Genuss?! Mit dem Schwanzfett des Karakulschafs wird hier gekocht.

Usbeken und die Bewohner der umliegenden Staaten kochen gerne mit diesem Fett. Iroda warnte uns jedoch vor diesem Genuss und führte uns ausschließlich dorthin, wo „touristengerecht“ gekocht wurde. Das waren nicht nur Restaurants, sondern auch kleine Suppenküchen. Während der Reise trafen wir Deutsche, die einen Abstecher nach Turkmenistan gemacht haben, 80 % der Reisegruppe litt während der Reise an fürchterlichen Verdauungsbeschwerden, da waren wir froh über die vorausschauende Planung unserer Reiseleitung

Auch wenn die Präsentation für uns ungewöhnlich ist, wir haben alles gut vertragen. Angefangen von Erdbeeren, Kirschen zu Gurken, Salat und Rind- bzw Lamm (Hammelfleisch).

Es gibt Obst, Gemüse und Kräuter im Überfluss.

Wir sehen beim Backen zu und essen anschließend das frische Brot. Hm, ich meine, ich habe den Duft noch immer in der Nase.

Die Fahrt mit der U-Bahn ist ein weiteres Highlight des heutigen Tages.

Jede Station ist kunstvoll gestaltet. Die Züge sind zwar nicht topmodern, fahren aber pünktlich. Erstaunt hat uns das Verhalten der Menschen in den Bahnen: Sobald wir einstiegen, wurden uns Sitzplätze angeboten. Es sind viele junge Menschen unterwegs (das Durchschnittsalter ist 26 Jahre – in Deutschland 42 Jahre).

Nach dem Abendessen hat Iroda noch eine Überraschung für uns. Wir können auf einer usbekischen Hochzeit tanzen!

Glück soll es bringen, wenn Fremde als Gäste bei einer Feier dabei sind. Klar sagen wir da nicht nein und posen auch für das Familienalbum. Die Braut schaut nicht aufgrund unserer Anwesenheit so traurig. Uns wurde erklärt, dass die Braut ihre Freude über die Hochzeit nicht zeigt und nicht ausgelassen ist, damit sie nicht bösen Geister auf sich aufmerksam macht. Nehmen wir das mal so hin.

Bevor es Wodka bis zum Abwinken gibt, ziehen wir uns zurück. Ein ereignisreicher Tag geht zu Ende.

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