{"id":77,"date":"2003-06-11T12:21:08","date_gmt":"2003-06-11T10:21:08","guid":{"rendered":"http:\/\/urlaub.vogt-clan.de\/2003\/06\/11\/freizeit\/"},"modified":"2012-09-29T16:56:02","modified_gmt":"2012-09-29T14:56:02","slug":"freizeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/urlaub.vogt-clan.de\/?p=77","title":{"rendered":"Freizeit"},"content":{"rendered":"<p>Fr\u00fchst\u00fcck gegen 08.00 Uhr. Nachdem unser Yv\u00f6nnchen gestern den Hotelier auf recht uncharmante Weise angeranzt hat, warum es denn kein Nasi geben w\u00fcrde, hatte er heute alles aufgefahren, was die K\u00fcche zu bieten hat. Gut gest\u00e4rkt f\u00fcr unseren heutigen freien Tag, starten wir zu Fu\u00df zur Eroberung von Yogyakarta.<\/p>\n<p>Die erste Station sollte der Vogelmarkt sein. Nat\u00fcrlich haben wir uns prompt wieder verlaufen und landeten in eine Sackgasse, an deren Ende ein Kindergarten lag. Die T\u00fcren und Fenster standen weit auf (es gab nur einen Raum) und neugierig wie wir waren, streckten wir vorsichtig unsere K\u00f6pfe hinein. Eigentlich nur die Frauen, unsere Kerle w\u00fcrden so etwas ja nie machen! Die Kinderg\u00e4rtnerin brach sofort alle Spiele ab, schickte die Kinder, alle in Uniform gekleidet, nach drau\u00dfen und wies sie an, uns Langnasen die H\u00e4nde zu sch\u00fctteln. \u00c4ngstlich dr\u00fcckten sich die 3-5 j\u00e4hrigen um uns herum, bis sich der Mutigste ein Herz fasste und Anja (der Kleinsten aus unserer Gruppe) die Hand reichte. Nachdem die anderen merkten, dass Anja den kleinen Kerl nicht gefressen hat, wollten auf einmal alle jedem gleichzeitig die Hand sch\u00fctteln. Nachdem ich den kleinen Jungs und M\u00e4dchen ihr Gruppenfoto auf dem Monitor der Digi-Kamera zeigte, gab es kein Halten mehr: Pl\u00f6tzlich umarmten mich 15 Kinder (ich sa\u00df noch in der Hocke). Als Lutz das gleiche mit seiner Kamera machte, wurden sie abgelenkt und ich hatte meine Freiheit wieder ;-). Zu guter Letzt gab uns die Kinderg\u00e4rtnerin die Adresse und bat um einen Abzug. Zwar geschah das auf javanisch, aber manchmal versteht frau auch, ohne die Sprache sprechen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Nach einem kurzen Stopp in einer B\u00e4ckerei, wo wir die wohl gr\u00f6\u00dfte Hochzeitstorte der Welt sahen, machten wir uns auf den vermeintlich direkten Weg zum Vogelmarkt. Unterwegs trafen wir einen Mann, der uns erkl\u00e4rte, der Weg zum Vogelmarkt l\u00e4ge direkt auf seinem Heimweg und er wolle uns f\u00fchren. Wir hefteten uns also an seine Fersen und kamen an einem Batik Laden an. Hier wurde uns auf eine ganz sympathische Weise die Kunst der Batik erneut erkl\u00e4rt. Die Bilder in dem Laden waren so sch\u00f6n und im Vergleich zum ersten Batik Laden so billig, dass wir an einem gro\u00dfen gemalten Drachen nicht vorbeigehen konnten, der dann auch eine Wand unserer Wohnung schm\u00fccken wird.<br \/>\nAuf einem schmalen Weg durch Hinterh\u00f6fe f\u00fchrte uns der Mann, der ja eigentlich nach Hause wollte, in die Werkstatt eines Gammelan-Instrumentenbauers, dann in die eines Schattenspielpuppenbauers und zum Schluss waren wir tats\u00e4chlich am Vogelmarkt angelangt. Der Vormittag war schon rum, die Sonne brannte vom Himmel und wir haben f\u00fcr einen Weg von ca. 20 Minuten fast 3 Stunden gebraucht. Aber es waren wunderbare Erlebnisse, da alle Menschen, die wir trafen, nett und nicht aufdringlich waren und auch wenn wir nichts kauften, uns herzlich verabschiedeten.<\/p>\n<p>Der Vogelmarkt war eher ein bedr\u00fcckendes Erlebnis. In engen K\u00e4figen eingesperrt, die zudem auch noch teilweise in der prallen Sonne hingen, sa\u00dfen wundersch\u00f6ne bunte Singv\u00f6gel. Neben weiterem Federvieh warteten auch ganz kleine Hasen und Meerschweinchen auf hungrige K\u00e4ufer.<\/p>\n<p>Die zweite Station war die Einkaufsstra\u00dfe &#8220;Maliboro&#8221;. Mit Stadtplan und ohne F\u00fchrer hatten wir sie schnell erreicht. Hier trennten wir uns, denn mit 7 Leuten w\u00e4re aus einem gem\u00fctlichen Bummel nichts geworden.<br \/>\nAuf zig- kilometerl\u00e4nge standen auf der Maliboro &#8211; \u00e4hnlich einem Flohmarkt &#8211; Tisch an Tisch. Aber au\u00dfer ein paar Einheimischen und uns sieben waren keine anderen Leute auf Schn\u00e4ppchenjagd.<br \/>\nHeiko und ich hatten den Eindruck, dass wir in der gesamten Stadt die einzigen Touris waren, entsprechend wurden wir auch &#8220;bewundert&#8221;. Besonders Heiko hatte es den 15 &#8211; 17 j\u00e4hrigen Schulm\u00e4dchen angetan. Mit gro\u00dfen Augen gingen sie an ihm vorbei, um dann hinter seinem R\u00fccken zu kichern. Aber keiner hat uns angefasst, keiner wollte uns auf aufdringliche Art seine Waren verkaufen. Die Beute des Tages: 1 Sarong, eine Krawatte und eine neue Brille f\u00fcr Heiko. Die Fertigung der Gl\u00e4ser dauerte zwei Stunden. Da wir mit dieser Geschwindigkeit nicht gerechnet hatten, lagen unser Geld und unsere Zauberkarten sicher im Hotelsafe. Zum Gl\u00fcck liefen uns Gudrun und Lutz \u00fcber den Weg, hatten auch noch einen 100 Euroschein dabei und haben ihn uns geliehen. So konnten wir uns den Weg zum Hotel und den Weg zur\u00fcck zum Optiker sparen.<\/p>\n<p>F\u00fcr den langen R\u00fcckweg zum Hotel g\u00f6nnten wir uns eine Rikscha. Zum Preis von umgerechnet einem Euro sollten wir zum Hotel gebracht werden.<br \/>\nW\u00e4hrend der Fahrt erkannten wir (eigentlich ich), dass wir einen Umweg fuhren. Darauf aufmerksam gemacht, erkl\u00e4rte der Fahrer, dass er sein Englisch verbessern will und uns deshalb noch ein bisschen durch die Gegend f\u00e4hrt, w\u00e4hrend wir mit ihm schw\u00e4tzen. So kamen wir noch zu einer kleinen Stadtrundfahrt.<\/p>\n<p>Im Hotel waren wir, nachdem wir noch eine Mail nach Deutschland geschickt haben, gegen 16.00 Uhr. Den urspr\u00fcnglichen Plan, heute auch noch Pizza-Hut zu pl\u00fcndern, werden wir fallen lassen, insgesamt 7 Stunden Abenteuer haben keine Energie mehr \u00fcbrig gelassen, um wieder in die Stadt zu fahren.<br \/>\nWir werden also ein Lokal auf der Stra\u00dfe um die Ecke aufsuchen und dann den Absacker im Hotel nehmen.<\/p>\n<p>Den Absacker lasse ich ausfallen. Ich bin m\u00fcde, jetzt nur den einen Satz noch zu Ende schreiben und dann Licht aus. Gute Nacht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fr\u00fchst\u00fcck gegen 08.00 Uhr. 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