{"id":28,"date":"2002-03-22T15:12:27","date_gmt":"2002-03-22T13:12:27","guid":{"rendered":"http:\/\/urlaub.vogt-clan.de\/2002\/03\/22\/zugfahrt\/"},"modified":"2012-09-29T13:32:45","modified_gmt":"2012-09-29T11:32:45","slug":"zugfahrt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/urlaub.vogt-clan.de\/?p=28","title":{"rendered":"Zugfahrt"},"content":{"rendered":"<p>Alle standen p\u00fcnktlich um 4.30 vor dem Hotel. Kishan brachte uns zum Bahnhof und fuhr mit unserem Gep\u00e4ck direkt weiter. So hatten wir nur unseren Tagesrucksack dabei. Wenn ich jedoch geahnt h\u00e4tte, was mich am Bahnhof erwartet, dann h\u00e4tte ich die Fahrt im Bus vorgezogen.<br \/>\nBereits vor dem Bahnhof stank es heftigst nach Urin. Zu dieser Uhrzeit nicht unbedingt der Duft, den ich brauche. In der Bahnhofshalle lagen mind. 50 Personen in Decken geh\u00fcllt auf dem Boden und schliefen. Es sah aus wie ein gro\u00dfer Schlafsaal. Jetzt wurde mir auch klar, warum es vor dem Bahnhof so stank, denn Toiletten hatte ich nicht gesehen und Pipi muss ja jeder mal. Auch auf dem Bahnsteig lag hie und da noch eine schlafende Person. Auch hier stank es ganz entsetzlich und zwischen den Gleisen sahen wir massenhaft Ratten umherhuschen und nach etwas Essbaren suchen.<br \/>\nAls dann Tee angeboten wurde und alle eifrig das Angebot wahrnahmen, konnte ich mich nur sch\u00fctteln. Allein die Tatsache, dass ich auf den dreckigen Bahnsteig gefallen w\u00e4re, hielt mich von einem Ohnmachtsanfall ab. Erst im Zug ging es mir besser.<br \/>\nIm Zug hatten wir unsere Bank zuerst f\u00fcr uns alleine, aber dann dr\u00e4ngten immer mehr Inder in unser Abteil und ganz z\u00f6gerlich nahm eine Mutter mit ihrem kleinen Sohn neben Heiko Platz. W\u00e4hrend die Mutter m\u00f6glichst unauff\u00e4llig versuchte, uns zu beobachten, starrte das Kind Heiko wie ein neues Weltwunder an.<\/p>\n<p>Im Hotel angekommen, das ein ehemaliger Maharadscha-Palast war, waren wir erst entt\u00e4uscht \u00fcber das Zimmer, dass uns zugewiesen wurde. Das Himmel-Bettchen war ca. 1,40 breit, was uns nicht st\u00f6rte, aber nur ca. 1,80 lang. So haben wir dann den Manager nach einem anderen Zimmer gefragt und auch sofort eins f\u00fcr lange Menschen bekommen. Hier standen zwei Betten ohne Fu\u00dfteil, also genau richtig. Vor unserem Zimmer hatten wir eine kleine Terrasse, auf der wir es uns sofort gem\u00fctlich machten. Die anderen aus der Gruppe waren in einem Nebentrakt untergebracht, hier waren die Zimmer wesentlich kleiner und sehr dunkel.<br \/>\nUm 12.00 Uhr kamen die Neuen, die den Rest der Reise mit uns verbringen sollten. Von unserem Sitzplatz hatten wir eine prima \u00dcbersicht und so hatten die Anderen bald ihre Spitznamen weg: Gerd (Ruge), Birgit (die Farblose), Kerstin (die Abgefressene), Christa (die Lufttrockene), G\u00fcnter (Hutzelchen), Marlene blieb Marlene, denn der Name passte ausgezeichnet und dann waren da noch Karin und Bernd, ein Ehepaar aus Berlin.<br \/>\nNach einem kurzen ersten gemeinsamen Ausflug durch Jaipur zum Palast der Winde, war es uns schnell klar, dass wir mit so einer Horde nicht durch die Gegend ziehen werden. So seilte sich die \u201eRajasthan-Gruppe\u201c schnell ab und f\u00fchrte die weitere Stadtbesichtigung in Eigenregie durch. Wir gingen zum Observatorium, wo Nicola und ich Stinki kennen gelernt haben, ein kleines ca. 2j\u00e4hriges M\u00e4dchen, auf das der Name wirklich passte.<br \/>\nAnschlie\u00dfend haben wir uns noch bei einem Stra\u00dfenh\u00e4ndler niedergelassen, der auf sympathische Weise sehr gesch\u00e4ftst\u00fcchtig war, uns St\u00fchlchen herbeiholte und mit k\u00fchlen Getr\u00e4nken versorgte. Die R\u00fcckfahrt haben wir mit Nicola, Axel und Andi in einem Tuk-Tuk zur\u00fcckgelegt. Die beiden Jungs sa\u00dfen hinten, entgegen der Fahrrichtung und unterhielten sich mit den anderen Verkehrsteilnehmern. Nicola und Heiko plauderten rechts und links mit anderen Fahrrad- und Tuk-Tukfahrern. Meine Aufgabe, vorne sitzend, war es, den Fahrer bei Laune zu halten.<br \/>\nNach kurzem Besuch am Pool und kleiner Siesta, war Treffen zum allgemeinen Kennen lernen auf der Dachterrasse angesagt. Da sich die Neuen an der rechten Tischh\u00e4lfte und wir uns an der linken Tischh\u00e4lfte niederlie\u00dfen, h\u00e4tten wir uns das auch sparen k\u00f6nnen. Eigentlich wollten wir uns f\u00fcr den Rest des Abends im Garten versammeln, aber der wurde von einer Horde von Rotel-Leuten blockiert. So hat Dunja uns sieben (Andi schw\u00e4chelte) kurzerhand zu sich auf ihre kleine Dachterrasse eingeladen. Dort konnten wir in Ruhe l\u00e4stern und der Plan f\u00fcr den morgigen Tag ausgeheckt: Affentempel, Basar und Aufstieg zum Fort. Die Taxen wurden f\u00fcr 9.00 Uhr bestellt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alle standen p\u00fcnktlich um 4.30 vor dem Hotel. Kishan brachte uns zum Bahnhof und fuhr mit unserem Gep\u00e4ck direkt weiter. So hatten wir nur unseren Tagesrucksack dabei. Wenn ich jedoch geahnt h\u00e4tte, was mich am Bahnhof erwartet, dann h\u00e4tte ich die Fahrt im Bus vorgezogen. Bereits vor dem Bahnhof stank es heftigst nach Urin. 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