Der Flug

Papa holt uns pünktlich um 7.15 Uhr ab. Am Duisburger Bahnhof drückt er Heiko noch einen 50-Taler-Schein in die Hand, damit wir uns am Flughafen noch ein Glas Champagner und diese „langen holländischen Frikadellen“ kaufen konnten.
Der Duisburger Bahnhof füllte sich mit Chinesen, Vietnamesen oder Japanern. Sofort wurde es laut und gab uns einen Vorgeschmack auf den Urlaub.

08.55 Uhr, wir sitzen im Zug nach Amsterdam. Hier gibt es „Hörfunk“. Das Pärchen, das hinter uns saß, unterhielt sich so laut, jedes Wort war gut zu verstehen. Der Kerl schwätzte in einer Tour: er war schon überall, hat alles schon gemacht, wusste alles besser und das mit seinen 32 Jahren, einer Ex-Frau und einer 4-jährigen Tochter. Es ging soweit, dass ich kurz davor war, mich umzudrehen, um dem Mädel zu sagen, sie soll die Finger von dem Typ lassen.

Das Einchecken am Flughafen ging schnell und problemlos. Leider gab es aber keine Plätze mehr an einem Notausgang. So hoffen wir, dass wir nun doch Glück haben und sich keiner neben uns setzt. Wir hätten dann eine 3er Reihe für uns alleine.
Im Duty-free tauschten wir den Taler-Schein vom Papa gegen Zigaretten und Whiskey. Jetzt sitzen wir in einer Insel der Glückseeligkeit (Raucherzone) und warten auf R.s …….. und da tapert auch schon Lutz an uns vorbei. Mit großem Hallo wurde er von uns begrüßt.
Er führte mich zu Gudrun, die in einer endlosen Schlange stand, um die Bordkarten für den Flug Amsterdam-Jakarta zu bekommen. Mit ihr warteten auch die anderen. Der Rest der kleinen Gruppe hatte sich, einschließlich der Reisebegleiterin Veronica, bereits in Frankfurt kennen gelernt. Sie, Anja und Georg machten einen netten, wenn auch sehr zurückhaltenden Eindruck. War ich zu impulsiv und stürmisch auf sie zugegangen??
Von Gudrun erfuhr ich, dass in Jakarta für die kurze 3-wöchige Tour nur zwei Personen noch zu uns stoßen werden. Also sind wir insgesamt acht, was hoffen lässt.

Im Flugzeug hatten wir tatsächlich einen Platz zwischen uns frei. Nach einem ruhigen und ereignislosen Flug, den ich mit schlafen, lesen, schlafen, Bier holen und wieder wegbringen verbracht habe, landeten wir nach 12 Stunden in Singapur.

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