Kurz davor

In 3 Wochen und 2 Tagengeht es endlich los!!!!!!!!
Wir müssen uns jetzt nur noch überlegen, wie viel Geld wir mitnehmen, ob wir wieder mit Rucksack oder mit Koffer/Trolley reisen und wann wir mit der Lariameinnahme beginnen.

Lt. Katalog von Djoser werden 125,– € Taschengeld/Woche/Person benötigt. Um auf Nummer sicher zu gehen, werden wir wohl mit 150,– € rechnen. Zwar haben wir in Indien/Nepal – trotz des Fluges auf eigene Kosten – den von Djoser genannten Wochenbetrag nicht erreicht, aber dort gab es auch nicht viel, was sich gelohnt hätte zwischendurch zu kaufen, bzw. war super billig.
Unser Taschengeld werden wir so aufteilen, dass wir ein Drittel in bar mitnehmen und den Rest als Travellerschecks. Bei der Währung werden wir wohl den Dollar wählen, da es lt. Internetberichten in den kleinen Städten nicht oder nur schwer möglich ist, Euros zu tauschen.

Rucksack oder Koffer/Trolley? Am 13.05.03 treffen wir uns mit einem Kollegen, der die Tour mit Djoser 2001 gemacht hat. Er wird uns hoffentlich einiges berichten können. Im Gegenzug ist er an unseren Bildern und Erzählungen über Indien/Nepal interessiert, da er diese Reise für nächstes Jahr ins Auge gefasst hat.

Die Malariaprophylaxe beginnen wir am 11.05.03, wir haben dann noch Zeit, ggfls. auf ein anderes Mittel zu wechseln, falls wir Lariam nicht vertragen sollten.
Im Djoser Katalog steht, dass die Reise 14 Tage vor Antritt abgesagt werden kann, wenn sich nicht genug Teilnehmer (mind. 6 Personen) melden. Da wir am 25.05.03 fliegen, müsste die Absage am 11.05.03 schon erfolgt sein und wir brauchen nicht erst mit der Einnahme beginnen.
Aber bis dahin ist unser Briefkasten das begehrteste Objekt im Haus.

05.05.03 = keine Absage von Djoser.
06.05.03 = keine Absage von Djoser.
07.05.03 = Keine Absage von Djoser.
08.05.03 = keine Absage von Djoser, aber eine Reisewarnung der WHO im Internet vor Reisen nach Taiwan. Ein Blick in die seit dem 22.04.03 von mir geführte Statistik zeigte, dass es in Taiwan bislang weniger Verdachtsfälle und weniger Tote als in Singapur gibt.
Also wurde mit dieser Meldung die Reisebande kurz aufgemischt. Gudrun scheint nun doch etwas besorgt zu sein. Per Mail teilt sie mir mit, dass wohl hauptsächlich ihre Kollegen versuchen, ihr den Urlaub mies zu machen. Ich gab ihr den Rat, etwas zu mogeln und einfach zu behaupten, dass der Trip nach Singapur gestrichen wird. So haben wir das bei meinen Eltern auch gemacht und seit dem ist zu Hause wieder alles ok.
09.05.03 = Post von Djoser mit den Tickets!! Trallala und hopsasa, es sind insgesamt 6 Personen, die den ersten Teil der Reise mitmachen. Fix griff ich zum Telefon und rief Rüdigers an.
Sie waren auch gerade dabei, die Post aufzumachen. Neben unseren vier Namen auf der Liste sind noch zwei weitere Teilnehmer dabei. Ein Mann und eine Frau. Gudrun erklärte, dass die den Mann kennen würde, er war schon mit den beiden in Thailand unterwegs. Es wird also immer besser.
Als wir uns die Tickets näher betrachteten, stellten wir fest, dass wir von Frankfurt nach Amsterdam und dann weiter nach Jakarta fliegen werden.
Wie oft haben wir deswegen mit Djoser telefoniert? 3 mal? Oder noch öfter? Hatten wir nicht erklärt, dass wir nicht von Frankfurt nach Amsterdam fliegen wollten, sondern direkt in Amsterdam den Flieger besteigen werden? Hatten wir nicht erklärt, dass wir deshalb kein rail and fly zum Frankfurter Flughafen brauchen? Hatten wir nicht erklärt, dass für uns Amsterdam schneller zu erreichen ist als Frankfurt?
Am heutigen Montag will Heiko auf jeden Fall versuchen, den Flug von Frankfurt nach Amsterdam in einen Flug Düsseldorf-Amsterdam umzubuchen, gleiches natürlich auch für den Rückflug. Da wir bei dieser Aktion bereits bei Djoser gescheitert waren, wird Heiko sich direkt bei KLM, die die Flüge für Garuda nach Amsterdam durchführt, erkundigen. Zur Not düsen wir zum Flughafen Düsseldorf und tauschen dort die Tickets um.

Der Anruf bei KLM und Garuda Frankfurt ergab, dass eine Umbuchung von Frankfurt – Amsterdam in Düsseldorf – Amsterdam nicht möglich sei, da Düsseldorf zu nah an Amsterdam liege und entsprechende Flüge daher nicht von KLM angeboten werden. Heiko wurde aber darauf hingewiesen, dass der Flug Frankfurt – Amsterdam auf jeden Fall offiziell von Djoser storniert werden muss, da ansonsten alle Anschlussflüge von Seiten KLM und Garuda frei gegeben werden, wenn wir beide in Frankfurt das Flugzeug nicht besteigen.
Weiterhin war zu erfahren, dass das Flugzeug fast ausgebucht sei, mit den erhofften drei Plätzen für zwei Personen wird wohl nichts werden.
Nachdem Heiko Djoser auf diese Regelung aufmerksam machen musste (!!!!!), versprach die Mitarbeiterin des Reiseunternehmens sich darum zu kümmern und zurück zu rufen.
Bin mal gespannt, wann das sein wird, denn anschließend wollen wir uns – sicher ist sicher – bei Garuda erkundigen, ob die Aussage auch stimmt und gleich eine Sitzplatzreservierung vornehmen lassen. So können wir sicher sein, dass wir, da das Einchecken bei uns ja später als bei denjenigen, die von Frankfurt fliegen, erfolgt, nicht einer Reihe 12 den Mittelplatz und der andere Reihe 16 Mittelplatz zugewiesen bekommt.

Nach einer telefonischen Erinnerung, erfolgte dann auch am Dienstag gegen Mittag der zugesagte Rückruf. Jetzt wird Heiko bei Garuda anrufen, sich die Aussage über die Stornierung bestätigen lassen und die Sitzplatzreservierung durchführen. Es war mal wieder eine schwierige Geburt! So langsam aber sicher mache ich mir meine Gedanken, ob ich tatsächlich noch einmal mit Djoser verreisen will.

Eine Anfrage bei der Bahn ergab, dass ein Ticket für zwei Personen von Duisburg nach Amsterdam und zurück ohne Zugbindung, also ohne Rabatte, 118,80 € kostet. Billiger geht es doch wohl kaum.
(Das rail and fly ticket über Djoser gekauft, hätte übrigens 75,- € pro Person gekostet.)

So, die Sitzplätze sind auch reserviert. Die Sitze sind 3 – 4 – 3 angeordnet. Wir haben 43 J und 43 K. Das sind Fensterplätze. Heiko spekuliert ja noch auf Plätze am Notausgang, aber ob das klappt?

Der Abend des 13.05.03 stand unter dem Motto „Indonesien – Bilder“.
Um 18.00 Uhr standen wir bei Rainer auf der Matte und um 22.00 Uhr haben wir uns verabschiedet. Dazwischen lagen 4 Stunden mit Bildern, Bildern und noch einmal Bildern. Der gute Mann hatte über 900 Photos gemacht und uns den gesamten Reiseverlauf ausführlichst erzählt, einschließlich der Beschreibung des an dem jeweiligen Tag eingenommenen Essens.

Noch in der Nacht schwirrte mir der Kopf, ich hatte Schwierigkeiten alles zu sortieren und so fiel die Zusammenfassung, die Gudrun am Mittwoch bekam zwar umfangreich, aber doch sehr chaotisch aus.
Aber es fruchtete, denn kurze Zeit später erklärte Gudrun, dass nun auch bei ihr das Reisefieber steigen würde.

Um 7.44 Uhr klingelte am Freitag, dem 16.05.03 bei mir im Büro das Telefon. Es war Gudrun.
Das konnte nichts gutes bedeuten, war sofort mein erster Gedanke, als ich hörte, wer mich anrief. Und richtig, ich hatte leider Recht. Gudrun berichtete, dass sie krank geschrieben sei.
Seit der Rückkehr aus Rom hat sie Schmerzen in den Füßen. Zuerst führte sie es auf die lange Busfahrt und die viele Lauferei in Rom zurück. Doch auch nach Tagen wurde es nicht besser. Gestern war es wohl so schlimm, dass sie nicht mehr laufen konnte und die Füße violett angeschwollen waren.
Ein Arztbesuch brachte die Diagnose, dass es sich evtl. um Rheuma handeln könnte. Genaues konnte er aber auch nicht sagen. Das Ergebnis der Blutprobenuntersuchung erfährt sie am Montag. Wenn es Rheuma ist, dann hofft sie es, mit Tabletten bis zum Urlaub und auch während des Urlaubs in den Griff zu bekommen. Wenn es sich nicht um Rheuma handelt, dann muss sie ins Krankenhaus und damit hätte sich der Urlaub für die Beiden erledigt.

Also hoffen wir auf Rheuma, so merkwürdig wie es sich anhört und telefonieren am Montag wieder miteinander.

Am Montagnachmittag hatte ich schon ein mulmiges Gefühl, als ich die Telefonnummer von Gudrun wählte.
„Wir fahren mit“, war aber sofort die erlösende Antwort. Die Diagnose des Arztes hat sich durch die Blutuntersuchung bestätigt, Gudrun wird für die Dauer des Urlaubes mit Tabletten ausgerüstet und auch von Seiten des Arztes spricht nichts gegen den 5wöchigen Indonesien Aufenthalt.

Zu Hause stapeln sich mittlerweile die Sachen, die in die Tasche bzw. den Rucksack sollen: Medikamente, Bücher, Sonnenmilch und natürlich auch das eine oder andere Hemd und was man und frau sonst noch zum Anziehen braucht. Auf die Mitnahme von Filmen wird in diesem Urlaub verzichtet, da wir nur die Digitalkamera und ein paar Speicherkarten mitnehmen. Hoffentlich kann die Kamera die hohe Luftfeuchtigkeit ab und die Bilder werden meinen Ansprüchen gerecht.

Heute Morgen kam Heiko mit zwei Hosen über den Arm und dem Satz: „Die wollen auch mit und die wollen vorher noch gewaschen und gebügelt werden“ auf den Lippen an. Klar, ich hatte schon vor Wochen angefangen zu predigen, lege die Sachen raus, die noch gewaschen werden müssen.
(Nicht, dass man meint, bei uns liegen die Sachen ungewaschen im Schrank)

Warum sind Männer – eine kurzer Erfahrungsaustausch mit meiner Freundin hat es bestätigt – denn so? Warum sind sie der Meinung, dass Hosen im Urlaub (Dschungel!) gut riechen müssen und vor dem Einpacken (Rucksack!) auch noch mit einem Bügeleisen konfrontiert werden müssen??
Ich glaube nicht, dass es hierfür eine Antwort gibt.

Jetzt ist es nur noch einmal arbeiten gehen und den Rest von heute überstehen!
Da hatte ich doch gestern 2 Stunden meines Lebens mit einer Besprechung in Sachen neue Gebühren bei meinem Chef verbracht. Gerade präsentierte er mir stolz seine diesbezügliche Aufstellung. Die Hälfte fehlt, der Rest ist falsch. Gespeichert hat er es nicht, aber drei mal ausgedruckt.
Auf meine gebrüllte Reaktion „Sie machen mich wahnsinnig“ grinst er mich an und geht weg.
Ich bin um meinen Schreibtisch getobt, wie Rumpelstilzchen ums Feuer.
Ich glaube, jetzt bin ich wirklich urlaubsreif!

Der letzte Arbeitstag. In 3 Stunden ist es geschafft. Der Schreibtisch ist leer gearbeitet, die Pflege der Blumen in Auftrag gegeben.
Pinkfarbene Zettel, wer was wann und wie machen muss, sind verteilt. Gleich bringe ich noch die entliehenen Bücher wieder in die Bücherei. War es das? Habe ich was vergessen? So sehr ich mir auch den Kopf zerbreche – im Moment fällt mir nichts mehr ein.
Die Gedanken schwirren mir auch nur so durch Kopf, was ich ZU HAUSE noch alles erledigen will und muss. Vor allem steht die Aktion „Rucksack packen“ auf dem Programm. In den vergangen Wochen habe ich alles zusammen getragen und erst einmal in einer großen Reisetasche verstaut. Entgegen der vorläufigen Planung kommt sie nicht zum Einsatz. Sie ist einfach zu groß. Hätte ja auch nie gedacht, dass uns so etwas passieren wird. Aber, wir beide haben festgestellt, dass weniger auf dieser Art von Reisen eben mehr ist.

Die letzten Stunden vor dem Abflug werden genutzt, um die Nachbarn zu informieren, dass wir für längere Zeit nicht da sind und für Nicole und Ulrich werden ein paar Zeilen getippt, damit auch mit Kater Sammy alles klar geht.

So, und nun noch ein mal schlafen und dann geht es endlich in den langersehnten Urlaub.

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