Und los

Der langersehnte Urlaub fing an!
Nach einem gemütlichen Frühstück, bei dem wir die restl. Wurst und den letzten Käse für lange Zeit verspachtelten, ging es per U-Bahn zum Mülheimer Bahnhof und von dort mit der S-Bahn zum Düsseldorfer Flughafen. In knapp 20 Minuten waren wir da. Diese Zeit ist mit einem Auto nicht zu schlagen.
Im Flughafen suchten wir uns flugs den Emirates Schalter.
Da dieser erst nach 10 Minuten aufmachte, hatte ich genügend Zeit, die Mitreisenden zu begutachten. Den rechts und links von uns stehenden Personen war deutlich anzusehen, dass Dubai deren Endziel ist. Frisch gefärbte Haare (auch bei den Kerlen) und auch die Fingernägel sind frisch geklebt (bei den Kerlen nicht). Die Qualität der Gepäckstücke stufte ich in eine wesentliche Kategorie höhere ein, als unsere Tasche bzw. Rucksack. Bei den Damen war logischerweise auch ein Beautycase dabei.

Mein schönes rotes Case habe ich schon seit Jahren nicht mehr vermisst, erinnere mich aber noch genau daran, dass ich mal unbedingt eins haben wollte ……………………..

Dann machte auch der Check-in-Schalter auf. Das deutsche Bodenpersonal von Emirates trägt kleine rote Hütchen mit einem weißen Schal, der locker um den Hals gelegt wird. Sieht ja eigentlich ganz chic aus, uns erinnern sie aber an „Die bezaubernde Jeannie“. Grinsend hoben wir unser Gepäck auf die Waage: 28,3 Kilo. Unsere Frage nach Notausgangsplätzen wurde verneint. Diese Plätze wären bereits von und für Vielflieger reserviert. Als sie uns einbuchen wollte, sah sie uns an und sagt: „Ach, ich sehe gerade, für Sie wurden die Plätze 25 i und k geblockt.“ Danke Heike!
Wir haben also die super Notausgang-2er-Sitz-Plätze.

Jetzt sitzen wir im Bistro „Catwalk“ und gegen die trockene Luft im Flughafen hole ich gleich noch zwei Bierchen – unser Flieger geht erst in 1,5 Stunden.

Unsere Maschine ab Düsseldorf

Das Boarding hat begonnen, noch mal schnell zum Klöchen und dann hinein in den Flieger und auf unsere Plätze.
Kaum hatten wir sie eingenommen, fragte uns die Stewardess, ob wir die „Honeymooner“ wären. „Ja“ war unsere Antwort, wir waren ja von Heike entsprechend vorgewarnt worden. Sie hatte dies als Begründung angegeben, um uns die guten Plätze zu sichern.

Wir waren gerade in der Luft, da schießt auch schon die nächste Stewardess auf uns zu, reicht uns die Hand und beglückwünscht uns zu unserer Hochzeit!?!
Jetzt ging es aber richtig los: Wir bekamen Champagner aus Gläsern statt Saft aus Pappbechern und eine Nussmischung in einem kleinen Porzellanschälchen. Prima, dachten wir, so kann jeder Urlaub beginnen.
Dazu dann der Kommentar, der Frau, die hinter uns saß: „Boh, kuck ma, die kriegen Sekt und Nüsskes und wir nur die ollen abgepackten Kräcker.“
Die dritte Stewardess, die uns im Namen ihrer Fluggesellschaft Glück für unseren gemeinsamen Lebensweg wünschte, schleppte dann eine Torte an, was dann mit „näh, is nicht wahr, gezz gibbet da Torte“ von unserer neugierigen Mitfliegerin kommentiert wurde.

Tapfer aßen wir die halbe Torte auf, die Frage, ob wir den Rest eingepackt bekommen wollen, um sie dann später im Urlaub noch zu verzehren, wurde von uns dankend verneint. Durch mein Hirn zuckte auch schon die Vorstellung, wie wir in Bangkok – bei ca. 35 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit – bepackt mit Tages- und Reiserucksack auch noch eine halbe Sahnetorte ins Hotelzimmer balancieren.

Dann kam das Essen und nach einem Rotwein und einem Whiskey und dem Anfang des Films „Was das Herz begehrt“, gähn, fliegen macht müde.
Kurz bevor ich meine Schlafposition fand, kam die nächste Stewardess, beglückwünschte uns ebenfalls und machte als Erinnerung noch Hochzeitsreisefotos von uns, die dann in einen Pappaufsteller von Emirates kamen, bevor sie uns ausgehändigt wurde.
Ehe wir uns versahen, waren 6,5 Stunden Flug um und wir landeten in Dubai.

Die drei Stunden Aufenthalt auf dem Flughafen verbrachten wir mit Duty-free Einkäufen und dem Bestaunen von Schmuck, der hier besonders preiswert sein soll.

Der Weiterflug Dubai – Bangkok brachte keine besonderen Erlebnisse. Wir hatten wieder unserer Notausgangsplätze und ich habe friedlich und selig geschlummert.

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