Der frühe Vogel fängt den Wurm

Unter diesem Motto könnten unsere Flugbuchungen stehen. Nachdem wir 2008 mit dem Meilenflug in der Businessklasse super bequem und relativ preiswert geflogen sind, wollen wir den nächsten Urlaub natürlich ähnlich beginnen.

Wir haben daher vor, während und nach Neuseeland fleissig weiter gesammelt, so dass wir heute die Flüge für unseren nächsten Afrika Urlaub gebucht haben.

Es geht am 12.06.09 von Frankfurt nach Johannesburg und im direkten Anschluss weiter nach Windhoek. Rückflug Windhoek – Johannesburg am 07.07.09, kurzer Aufenthalt im Krüger Nationalpark und am 13.07.09 dann zurück über Zürich nach Düsseldorf.

Unterkünfte sind gebucht

Gute 6 Wochen nach den Flügen haben wir auch die überwiegende Zahl der Unterkünfte gebucht. Es empfiehlt sich eine frühzeitige Buchung, da Namibia noch recht bescheiden mit Unterkünften ausgestattet ist. Traditionell kümmert sich Bianka und die Unterkünfte, derweil Heiko für Transport – zu Lande und in der Luft – zuständig ist.

Hier nun die Liste der Unterkünfte:

  • Windhoek, Pension Eros (benannt nach dem Stadtteil!)
  • Kalahari, Farm Kiripotib
  • Kalahari, Anib Lodge
  • Köcherbaumwald, Quivertree Forest Lodge
  • Fish River Canyon, Canyon Lodge
  • Aus, Eagle’s Nest Lodge
  • Lüderitz, Zur Waterkant
  • Tirasberge, Ranch Koiimasis
  • Namib, Desert Lodge
  • Swakopmund, Pension a la Mer
  • Daramaland, Vingerklip Lodge
  • Etosha, Okaukuejo
  • Etosha, Halali
  • Etosha, Namutoni
  • Waterberg, Wilderness Lodge
  • Omboroko Berge, Okonjima Main Camp
  • Khomas-Hochland, Düsternbrook

Da in Namibia 80 % der Straßen aus Schotter bestehen, haben wir uns für ein Allrad-Fahrzeug entschieden. Dieses buchen wir bei Kalahari Car Hire, Windhoek.

Auch für Johannesburg alles klar

Zwischenzeitlich haben wir die fehlenden Buchungen für Johannesburg und Krüger NP vorgenommen. Wir haben einen kleinen Allrad-Jeep gebucht, für die Fahrt vom Flughafen zum nördlichen Parkeingang ein Hotel in Polokwane und für die Fahrt durch den Krüger jeweils eine Übernachtung in den Camps Shingwedzi, Olifants und Skukuza.

Die letzte 2 Nächte vor dem Rückflug wollen wir in Bohm’s Zeederberg in Hazyview verbringen, wo 2005 unser erster Afrikaurlaub begann.

Namibia lässt grüßen

Guten Morgen,

nach 10 Stunden Flug bis Johannesburg, 4,5 Stunden Pause und dann weiteren 2 Stunden Flug sind wir gestern gegen 14:20 Uhr Ortszeit in Windhoek angekommen. Zeitunterschied: 1 Stunde zurück.

Windhoek International Airport

Entgegen unserer Befürchtungen sind sowohl die Koffer angekommen und der Fahrer der Mietwagenfirma war ebenfalls vor Ort.

30 Minuten nach Ankunft waren wir also schon unterwegs. Als Fahrzeug haben wir einen Toyota Foretuner, 6 Zylinder, 4 Liter Hubraum, Allrad. Sollte reichen 😉

Die erste Unterkunft (Pension Eros …. so heisst der Stadtteil!) ist in Ordnung, Joes Bierhaus ist nur 3 Minuten entfernt.

Ein gemütlicher Tisch in Joe’s Beerhouse

Tiere haben wir bereits gesehen, gestern Abend: Springbock, Strauss und Oryx. In Rotweinsosse, lecker gegrillt auf unserem Teller  😉

Um die Stadt besser kennen zu lernen, machen wir eine Stadtrundfahrt der besonderen Art: mit Carsten Möhle werden wir einen halben Tag im offenen Landrover durch die Stadt fahren und dabei auch ein Township besuchen.

Christuskirche in Windhoek

Nach der wirklich erlebnisreichen Stadtrundfahrt gibt es den Sundowner mit Blick auf Windhoek.

Auf dem Landrover stehen die Getränke zum Sonnenuntergang bereit

So geht es in den nächsten Tagen weiter:

Unsere Reiseroute im groben Überblick

Fuer Notfälle unsere neue Rufnummer: 081-XX XX XXX (plus Vorwahl Namibia)

Gruß

Bianka und Heiko

PS Wetter: 20 Grad, blauer Himmel, Abends kalt.

Die erste Farm

Am 15.06. geht es von Windhoek weiter und erstmals sehen wir, wie weit dieses wunderbare Land ist.

Weite Landschaft direkt hinter Windhoek

Bei unserer ersten Unterkunft angekommen, haben wir kurz den Eindruck, dass man uns nicht erwartet hat. Trotzdem ist alles schnell geklärt und wir beziehen ein wunderschönes Haus.

Unsere Unterkunft auf der Farm Kiripotib

Hier lernen wir auch erstmals namibische Gastfreundschaft kennen: die gemeinsamen Speisen mit den Farmbesitzern, interessante Gespräche, von denen (hoffentlich) beide Seiten profitieren und immer gutes Essen.

Der Astronom Rolf nimmt sich viel Zeit und erklärt uns den Sternenhimmel mit solcher Begeisterung, dass man angesteckt wird. Die Blicke durch die verschiedenen Teleskope machen die Sache dann richtig rund.

Dazu gibt es Pirschfahrten in den Abend hinein

Wir machen den Jeep wieder flott

und den ersten ‚echten‘ namibischen Sonnenuntergang.

Sonnenuntergang über der Farm

Obwohl selber im Umbaustress, nimmt sich der Hausherr – Herr von Hase – am Abreisetag ausreichend Zeit, uns Straßen und Landschaften zu empfehlen, damit wir möglichst viel von dem schönen Land sehen. Wir haben uns überwiegend an seine Tipps gehalten und sagen nochmal: vielen Dank!

Kalahari

Am 17.06. geht es durch die Kalahari über Sandpads zur Anib Lodge.

Ein typische ‚Pad‘, eine Schotterstraße, wie meistens in erstaunlich gutem Zustand

In der Unterkunft angekommen, machen wir eine ausgiebige Wanderung, bei der uns der Haushund begeistert begleitet.

Der Hund hat ziemlich Durst

Auch wir stärken uns Abends mit dem guten Essen im Restaurant, meistens gibt es einheimisches Wild.

Und nach dem Essen ein lekker Stacheldraht-Schnaps

Köcherbäume

Die weitere Fahrt bringt uns Richtung Quivertree Forest, auch Köcherbaumwald genannt. Auf dem Weg dorthin kommen wir am ‚Giants Playground‘ vorbei, der so aussieht, als wenn Riesen mit Bauklötzen gespielt hätten.

Der Spielplatz der Riesen

In unserer Unterkunft – genauer in einem Freigehege – werden Geparden gehalten, die man bei der Fütterung streicheln darf. Ganz Gentleman, überlasse ich Bianka den Vortritt, einer muss ja Bilder machen 😉

Bianka vertraut drauf, dass der Gepard abgelenkt ist

Es ging bei der Fütterung gut, so dass wir anschließend noch die Köcherbäume, die der Gegend den Namen geben, besuchen konnten.

Köcherbäume: aus den Ästen haben Einheimische früher Köcher für Pfeile hergestellt

Fish River Canyon

Die weitere Reiseroute bringt uns zum Fish River Canyon, dem zweitgrößten Canyon nach dem Grand Canyon.

Der Fish River Canyon

Von der Schönheit kann er auf jeden Fall mit seinem ‚großen Bruder‘ mithalten. In Sachen Einsamkeit und Ruhe hat er eindeutig die Nase vorn.

Bei der Fahrt hierher wird uns zum wiederholten Mal klar, dass wir mit der Entscheidung für ein Allradfahrzeug richtig gelegen haben. Es ging zwar auch ohne, beruhigt aber doch.

Hier ein Foto von ‚unserem‘ Wagen, einem Toyota Foretuner

Auch hier ist unsere Unterkunft wieder traumhaft gelegen und ausgestattet.

Unser Häuschen in der Canyon Lodge

Durch die Geisterstadt

Am 21.06. geht es weiter Richtung Lüderitz. Auf der Fahrt kommen wir an der ehemaligen Diamantengräbersiedlung Kolmannskuppe vorbei.

Ortsschild der ehemaligen Diamantengräber Siedlung

Der Diamantenabbau wurde 1930 eingestellt, die letzten Bewohner verließen des Ort in den sechziger Jahren. So sieht es dann heute auch aus.

Eines der verlassenen Gebäude

Von hier ist es nicht mehr weit bis Lüderitz und so kommen wir endlich ans Wasser.

Endlich am Meer

Beim Mittagessen gibt es noch eine nette Begebenheit: unaufgefordert bekommt Heiko im Restaurant ein Bier vorgesetzt, es ist Vatertag und jeder Mann bekommt eins „vom Haus“. Gleichzeitig gibt es für alle Männer eine Tombola. Und, wer gewinnt den ersten Preis? Richtig, Heiko! Wir gewinnen also eine Übernachtung im Lüderitz Nest Hotel, einlösbar in den nächsten 6 Monaten. Da wir nicht vorhaben, den Ort so kurzfristig wieder aufzusuchen, lässt sich der Hoteldirektor auf ein Geschäft ein und tauscht den Gutschein freundlicherweise in ein Abendessen für 2 Personen um.

Die Ortskirche im Sonnenuntergang

Benzinknappheit

Vom Fish River Canyon fahren wir weiter Richtung Aus. Dies ist eine recht lange Strecke (435 km), allerdings landschaftlich herrlich.

Fahrt Richtung Aus

Leider können wir die Gegend nicht richtig geniessen, da uns so langsam der Sprit ausgeht. Bereits beim Bezahlen in der Canyon Lodge gab es Probleme, da der Strom ausgefallen ist. Konnten wir uns dort noch mit Bargeld behelfen, nutzt uns das beim Tanken nichts mehr: kein Strom, keine Pumpen, kein Benzin.

Bereits 3 Tankstellen haben wir besucht, alle waren außer Betrieb. Und so dicht ist das Netz hier nicht. Also stellen wir alle unnötigen Verbraucher ab und hoffen auf Rosh Pinar. Wenn es auch dort nicht klappt mit dem Tanken, müssen wir ein Zwischenübernachtung einschieben, bis Aus reicht der Sprit nicht mehr.

Noch 100 km bis zur Entscheidung

Wir hatten Glück und konnten in Rosh Pinah tanken. Angesichts der Gestalten an der Tankstelle waren wir doppelt glücklich. Die Unterkunft in Aus tat ihr übriges, uns wieder mit dem Land zu versöhnen.

Das aus unserer Sicht schönste Haus des Urlaubs in Klein-Aus Vista

Wie in vielen anderen Orten auch bedauerten wir, dass wir relativ wenig Zeit hatten. Ohne Mühe hätte man länger bleiben können.

Sonnenuntergang von der Terrasse betrachtet

Nur, damit die Leser eine Vorstellung bekommen: die Fahrt vom Haus zur Rezeption zum Frühstück dauerte gut 15 Minuten.