Es soll Asien sein

Wir haben uns entschieden: 2006 geht es wieder nach Asien. Da Emirates gerade online gute Preise mit viel Meilen für das Vielfliegerkonto anbietet, haben wir die Flüge Düsseldorf – Dubai – Bangkok (Abflug 04.03.2006) und zurück (28.03.2006) gebucht. Nachdem das fest ist, können wir in die Detailplanungen einsteigen. Wir würden gerne Zeit in Laos und Kambodscha verbringen, Angkor Wat reizt uns, bevor es total überlaufen ist.

Detailplanung

So langsam zeichnet sich eine genauere Reiseplanung ab: bei G-T-N (German Travel Network), einem Anbieter kleiner und feiner Individualreisen, buchen wir eine Laos-Rundreise vom 07.03. bis 14.03.2006. Beginn ist in Vientiane, Ende in Luang Prabang.

Dann folgen 3 Flüge mit Bangkok Airways, gebucht mit deren Airpass-Angebot:

14.03.06 Luang Prabang nach Siem Reap

18.03.06 Siem Reap nach Phnom Penh

25.03.06 Phnom Penh nach Bangkok

Nachdem das geklärt ist, können wir uns nun um Unterkünfte kümmern.

Unterkünfte

Inzwischen haben wir die Unterkünfte für unseren individuellen Teil der Reise gebucht, damit sind die Planungen abgeschlossen. An unsere Laos-Rundreise wird sich Siem Reap für 4 Tage anschließen, gebucht haben wir das Phnom Bok Hotel. Danach fliegen wir wie bereits erwähnt nach Phnom Penh, um von dort mit Taxi/Bus nach Sihanoukville zu fahren. Die 4 Strandtage werden wir im Orchidee Guesthouse verbringen.

Dann wieder zurück nach Phnom Penh, um 3 Tage die Stadt unsicher zu machen. Hier werden wir im Boddhi Tree wohnen (nahe am Tuol Sleng Museum).

Reiseverlauf

Nach ca. 24 Stunden Anreise sind wir in Bangkok mit 3 Stunden Verspätung eingetroffen. Nach einem Ruhetag sind wir weiter nach Vientiane geflogen, wo uns der private deutsch sprechende Reiseleiter am Flughafen abgeholt hat. Wir sind übrigens 6 Stunden in der Zeit voraus. Wir haben heute schon sehr viel gesehen und sind zum Sonnenuntergang am Ufer des Mekong essen und Lao Bier trinken gewesen.

Unser weiterer Reiseverlauf ist wie folgt:
Morgen beginnt unsere 7-tägige Rundreise über Vang Vieng, Phonsavanh und Luang Prabang. Von dort fliegen wir am 14.03.06 nach Siem Reap in Kambodscha und besichtigen für 4 Tage die Tempelanlagen von Ankor Wat.

Mit einem Inlandsflug gelangen wir nach Phnom Penh, von dort geht es direkt mit einer Taxe nach Sihanoukville für 4 Tage an den Strand. Zurück nach Phnom Penh; 3 Tage Stadtbesichtigung.

Unsere Reiseroute in Asien

Am 25.03. geht es zurück nach Bangkok, wo wir noch bis zum Rückflug am 29.03. die Läden unsicher machen werden. Planmäßig sind wir dann am 29.03. gegen Mittag wieder in Düsseldorf.

Da wir nicht wissen, wie es in Laos weiterhin mit Internetcafes aussieht, kann es einige Tage dauern, bis wir uns wieder melden. Bis dahin alles Gute und hoffentlich besseres Wetter in Deutschland.

Ebene der Tonkrüge

Hallo zusammen,

wir haben in Phonsavanh einen Computer entdeckt und wollen uns kurz melden. Wir sind die ersten 2 Tage mit einem Toyota Corolla unterwegs gewesen, inzwischen fahren wir mit einem Honda CRV (Jeep) und haben es ganz gut getroffen. Dabei ist ein Fahrer, der nebenbei noch auf das Gepäck aufpasst sowie ein deutschsprachiger Reiseleiter, der 4 Jahre in der DDR ausgebildet wurde.

Es ist eine ungewohnte Art zu reisen: Für Wasser wird gesorgt, die Eintrittsgelder werden für uns bezahlt und mittags schleppt uns der Guide in irgendwelche einheimischen Gaststätten, wo wir dann Sojakeimlinge mit Limone, Minzsalat oder getrocknete Wasserbüffelhaut essen. Bislang haben wir alles gut vertragen …

Trockenfisch zum Mittagessen?

Wenn wir in Kambodscha wieder auf eigene Faust unterwegs sind, werden wir uns umstellen müssen.

Highlights hatten wir schon viele: Tempel, Pagoden, Klöster und heute als Hauptreisegrund: Die Ebene der Tonkrüge. Ein Gebiet mit Hunderten, mannshoher Gefäße, die aus einem Stein gefertigt sind, den es in der gesamten Region nicht gibt. Das alles ist ca. 2000 Jahre alt und man fragt sich, woher das kommt und welchen Sinn es hatte.

Einige der Tonkrüge auf der gleichnamigen Ebene

Leider muss man auch mehr als 30 Jahre nach Kriegsende immer noch aufpassen, wohin man tritt. Weite Flächen sind noch nicht von Minen geräumt und noch heute gibt es schlimme Verletzungen, wenn Menschen unbewusst in solche Gebiete kommen.

Warung, in welchem Bereich man sich aufhalten darf

Weiterhin haben wir einen Obermönch getroffen, der von uns etwas über Deutschland wissen wollte; haben Kontakt zu Hmong-Frauen gehabt: mit einer 80-jaehrigen Opiumbäuerin über ihr Leben gesprochen sowie ihre Großfamilie besucht, wo der Mann seit Kriegsende vor 30 Jahre täglich Opium gegen Schmerzen zu sich nimmt. Das alles wird nur durch den guten Reiseleiter ermöglicht, da er uns zu den Leuten führt, die zum Teil noch nie Deutsche gesehen haben.

Die Bäuerin auf ihrem Feld

Das persönliche Highlight hatte ich vor 2 Tagen:
Wir saßen auf der Restaurantterrasse und schauten uns den Sonnenuntergang an. Bianka verschwand kurz im Bungalow zur Toilette und kam nach 10 Minuten mit den Worten: „Mir ist da ein Schlauch aus der Wand gerutscht, schau doch mal, ob Du es reparieren kannst!“ zurück.
Ich ging also los und bekam noch die Worte „Pass auf, dass du nicht nass wirst“ mit auf den Weg. Als ich die Badezimmertür öffnete erwartete mich ein Anblick, der dem Schotbruch der Titanic geähnelt haben muss: Wie aus einem B-Rohr spritzte das Wasser aus der Wand.
Da Bianka vorsichtshalber das Toilettenpapier nicht in Sicherheit gebracht hatte, stellte dieses unter Beweis, wie herrlich es sich in Wasser auflöst und hatte erst mal den Abfluss verstopft. Das sorgte dafür, dass der Höhenunterschied zum Wohnraum (20 cm) bereits ausgeglichen war und dieser langsam anfing vollzulaufen. Ich war inzwischen natürlich pissnass und rannte zur Rezeption, damit das Wasser abgestellt wurde. Es wurde alles noch repariert, wie sich zeigte, war ein Gewinde gebrochen. Aber auf meinen Hinweis „Meine Frau hat nur …“ erntete ich wissende Blicke, der Kerl schiebt seine arme Frau vor.

Nach einer halben Stunde war ich wieder am Tisch und wurde mit den Worten begrüßt: „Oh, Du hast Dich umgezogen?“ Kein Kommentar, sondern darauf einen Lao Whisky!

Liebe Grüße und bis die Tage
Bianka und Heiko

Wetter: ca. 30 Grad warm, gestern Abend ein Gewitter mit Hagel

Mückenstatistik: Heiko 0, Bianka 2
Es lebe die moderne Chemie!

Angkor Wat

Hallo Deutschland,

zwischenzeitlich sind wir von der Ebene der Tonkrüge zur alten Königsstadt Luang Prabang weiter gefahren, haben dabei einen Markt mit Köstlichkeiten (Bisamratte, Meerschweinchen, Termiteneier) gesehen und mehrere Bergdörfer besucht. In Luang Prabang haben wir am ersten Tag gefühlte 347 Pagoden und Klöster besucht; am zweiten Tag haben wir eine Mekongfahrt gemacht. Das alles bei ca. 38 Grad im Schatten.

Der Palast in Luang Prabang

Am Dienstag sind wir dann mit einer Propellermaschine nach Siem Reap geflogen, wo wir uns heute die ersten Teile der jahrhunderte alten Tempelanlage Angkor Wat angesehen haben. Den Fahrer, der uns vom Flughafen abgeholt hat, haben wir direkt für 3 Tage engagiert. Er fährt ein Motorrad mit Anhänger für 2 bis 3 Personen und hat uns offensichtlich ins Herz geschlossen. Die nächsten 2 Tage werden wir uns weiter die riesigen Tempelanlagen im Dschungel ansehen, um dann am Samstag nach Phnom Penh zu fliegen.

Unser Fahrer – wie fast alle Leute, die wir getroffen haben – super nett

Jetzt werden wir auf Euer Wohl ein frisch gezapftes Angkor-Bier trinken und dazu Hühnchen mit Zitronengras an Reis 😉 essen.

Wir hoffen, es geht Euch allen gut, bis zum nächsten Mal

Bianka und Heiko

Wetter: 36 Grad im Schatten, 150 % Luftfeuchtigkeit (auch gefühlt)
Mückenstatistik: Heiko 3, Bianka 2 (die Chemie taugt auch nix mehr)

Die Busfahrt

Hallo,

der Flug von Siem Reap nach Phnom Penh dauerte 25 Minuten. Allerdings konnten wir am Flughafen keinen Taxifahrer unter 80 Dollar für die Fahrt nach Sihanoukville handeln. Also entschlossen wir uns, den Überlandbus für die 240 km lange Fahrt zu nehmen.

Die Wartezeit im Busbahnhof wird uns von netten Warenverkäufern verkürzt.

Diese nette Dame verkaufte geröstete Kakerlaken

Mit 20 Minuten Verspätung ging es um 13:20 Uhr los. Nach kurzer Zeit fiel die Lüftung aus (sollte wohl eine Klimaanlage sein) und der Bus fuhr zur Reparatur an den Fahrbahnrand.
Nach 20 Minuten ging es dann weiter.

Der Überlandbus bei Ankunft

Eine halbe Stunde später hatten wir Getriebeprobleme, wieder eine halbe Stunde Zwangspause. Dann wurde mit krachendem Getriebe weiter gefahren. Das Dasein im Bus: ca. 30 Grad, tausende Mücken und von der DVD der kambodschanische Musikantenstadl. Wir saßen in der Busmitte, direkt unter den Boxen. So muss die Hölle sein …

Nach der planmäßigen Pause auf halber Strecke ging es weiter, nun wurde im Busfernsehen Karaoke geboten. Um 17:45 Uhr waren wir dann endlich an der Unterkunft. Preis dieser Vergnügung: 12 Dollar.

Heute haben wir erst mal ausgeschlafen und dann den Strand aufgesucht, Außentemperatur 36 Grad, das Wasser ist kaum kühler, dafür glasklar. Herrliches Faulenzerleben.

Der menschenleere Strand von Sihanoukville

Am Mittwoch geht es zurück nach Phnom Penh. Ich glaube, wir werden rechtzeitig Plätze im Bus reservieren, damit wir die erste Reihe, weit weg von den Boxen, bekommen.

Das soll für heute reichen, bis dann
Bianka und Heiko

Bangkok

Die Rückfahrt im Bus haben wir auch überstanden, obwohl man uns wieder die „Ehrenplätze“ direkt bei den Boxen aufdrängen wollte. Phnom Penh war recht beeindruckend, besonders das Tuol Sleng Museum und die Killing Fields waren in Anbetracht der historischen Bedeutung interessant. Man beschäftigt sich dann doch etwas mehr mit der Geschichte des Landes.

Gebeinhaus bei den Killing Fields

Der Flug nach Bangkok war unspektakulär, gleiches gilt für die Shoppingtage.

Die farbenfrohe Boeing von Bangkok Airways

Die Rückreise über Dubai war entspannt, Eco ist (war) bei Emirates noch erträglich. Nun sind wir zurück in Deutschland und schon geht die Überlegung los: wohin als nächstes?