Wohin geht es?

Nachdem wir nun 3 Jahre lang recht exotische Ziele angesteuert haben, das auch noch mit einer Reisegruppe, wollten wir für 2005 ein Ziel mit mehr Natur als Kultur, dazu sollte es für uns individuell bereisbar sein. Nach einigem hin und her fiel unsere Entscheidung für Südafrika. Da wir hier einiges an Beratungsbedarf hatten, holten wir uns Hilfe in einem spezialisierten Reisebüro und schnell war klar:

wir wollen von Johannesburg über den Krüger NP, Swasiland die Küste entlang zur Gardenroute, dann einen Abstecher ins Landesinnere und den Rückflug dann ab Kapstadt antreten.

Den überwiegenden Teil der Unterkünfte, den Mietwagen und die Flüge buchten wir in besagtem Reisebüro, hier wurde uns auch ein Aufenthalt auf einer Gamelodge zu Reisebeginn empfohlen (wirklich gut um ein Auge für die Tiere zu bekommen). Die Übernachtungen in den Nationalparks (Krüger, Addo, Mountain Zebra, Karoo) buchten wir selber.

Klimawechsel

Nach einem super Flug, wo 50 % unserer 2 Personen Gruppe geschlafen haben wie Engel, sind wir am Mittwoch gegen 8:00 Uhr in Johannesburg angekommen. Der Mietwagen stand uns zügig zur Verfügung und ab ging es auf den Weg zu unserem ersten Stopp. Die Stadt Sabie, hier haben wir eine wunderschöne Unterkunft bekommen, ein kleines Häuschen mit Blick in die Berge.
Am Morgen auf der Terrasse war es, als säße man mitten in einer Voliere, so viele Vögel flatterten und piepsten um uns herum.

Unsere Terrasse in der Unterkunft ‚Boehms Zedernberg‘

Den ersten Ausflug haben wir heute auch schon hinter uns gebracht, wir haben den Blynde River Canyon und diverse Wasserfälle erobert. Ihr seht, es geht uns prima und jetzt noch mal zu dem Hund und dem Hasen: Hätten wir die Sonnencreme mitgenommen, dann hätten wir nicht die Arme verbrannt, wer rechnet aber auch mit strahlend blauem Himmel, 30 Grad im Schatten?

Einer der Wasserfälle während unserer Wanderung

Morgen brechen wir auf in Richtung Krueger Park, wo wir uns eine Lodge gemietet haben, in der wir auch direkt die ersten Safarischritte mit Hilfe von Rangern unternehmen werden.

Daktari

Nach einer Woche National Parks hat uns nun die Zivilisation wieder.
Zuerst zur Beantwortung Euer Fragen: Ja, wir haben jetzt Sonnencreme und in Afrika verkleiden sich die Menschen auch zu Karneval. Die einen gehen als Roberto Blanko und die anderen als Whoopi Goldberg :-))

Nein, Hardy (Krueger) haben wir nicht getroffen.

Was wir bisher erlebt haben, ist kaum fassbar. In der privaten Lodge sind wir mit dem Land Rover nahe an badende Elefanten herangekommen. So zu sagen Auge in Auge. Des Nachts haben wir den oder die Löwen brüllen hören.

Der Elefant – fast zum Greifen nah

Dann der Krueger Park. Wir hatten eine Hütte direkt am Olifant River und wurden in der Nacht des öfteren vom Grunzen der Nilpferde geweckt. Die Fahrt durch den Park, die wir mit unserem Mietwagen gemacht haben, brachte Elefanten, Giraffen, Kudus, Zebras und Weissstörche vor die Kamera. Wir standen in einer Horde von Springböcken, die zum Glück keinen Bock auf springen hatten.

Eine große Herde Springböcke oder Impalas

Dann kam Swasiland, ein weiteres Erlebnis, hier waren die Menschen noch freundlicher als in SA. Vor allem war es hier herrlich kühl, während inzwischen die Wärme uns wieder hat. Gestern gingen wir erfolgreich auf die Jagd nach Rhinos und heute – ebenso erfolgreich auf Hippos.

Nashörner kreuzen unseren Weg

Das soll es fürs erste gewesen sein, wir hoffen Ihr seid alle gesund und munter und haltete die Fahnen fuer die Wirtschaft und Verwaltung hoch.

Regen!

Es regnet! Und das an unserem Stranddtag! Aber der Reihe nach …

Wir sind am Freitag von Hluhluwe (sprich: Schluschluhi, ehrlich!) nach Shelly Beach gefahren. Hatten wir eigentlich schon von unserem Wagen berichtet? Es ist ein Ford Icon (kleiner Escort), der klappert und rappelt bei jedem Schlagloch. Das die Fernbedienung für die Türen nicht funktioniert, ist ja nicht so tragisch. Das das Radio keinen Sender findet, nicht toll, aber geht auch.

Als es nun aber von Donnerstag auf Freitagnacht ins Auto regnete und wir im Fahrerbereich unser eigenes Feuchtbiotop hatten, hatten wir die Nase voll: auf unserer Fahrt nach Shelly Beach fuhren wir bei Alamo vorbei und tauschten die Karre. Nun fahren wir einen Nissan Almera, tolles Auto, nie wieder Ford! Jetzt kann ich sogar mit Schuhen an den Füßen fahren, da die Pedale weiter auseinander sind. Beim Ford hatte ich immer Bremse und Gas gleichzeitig, aber das muss ja nicht am Auto liegen. Außerdem sorgt das intakte Radio dafür, dass Bianka nicht mehr singt. Alles in Allem also ein guter Tausch.

Nun, Freitagnachmittag kamen wir also am Strand an und Samstag sollte unser Ruhetag werden. Deshalb hat Bianka eine Unterkunft mit direktem Zugang zum Strand gebucht. Und nun Regen. Seit Freitagabend. Also hocken wir hier im Internetcafe und lesen Eure Mails.

Kudus sind eine Art Antilopen, wie Hirsche. Und nein, ich werde keine Trophäen mit nach Hause bringen oder …, mal sehen. Wir werden auch versuchen, die gezielten Einkaufswünsche in Kapstadt zu erfüllen.

So, es wird draußen heller, vielleicht gibt es ja doch noch was mit Beach …

Das Wetter reißt auf – doch noch zum Strand

Nationalparks

Den Regen haben wir schon lange hinter uns gelassen. Er hörte mit dem Tag auf, an dem wir unser Stranddomizil verlassen haben.

Von Shelly Beach ging es über East London zum Addo Elefant National Park.
Wie der Name schon sagt, ist er gegründet worden, um Elefanten zu schützen. Mittlerweile gibt es dort auch Zebras, Warzenschweine und anderes Getier.
Das Dollste was wir hier erlebt hatten, war eine riesige Büffelherde von 60 -70 Tieren, die mitten auf der Strasse stand und rechts und links am Straßenrand herumlagen. In der Mitte der Herde war ein Kälbchen, welches gerade geboren war. Nun waren wir im Gewissenskonflikt: Sicherer Rückzug oder geile Fotos?

Die Büffelherde blockiert den Weg

Nach Addo kam der Tsitsikamma National Park, der Werbung macht mit viel Wasser. Und das zu Recht, wir waren an einem rauen Küstenabschnitt angekommen, hier konnten wir auch unserer Wanderleidenschaft frönen und die Berge hoch und runter tapern. Bei der letzte Wanderung mussten wir an Claudia denken: eine Wildschweinrotte hatte sich sehr genähert und wir hörten das Grunzen aus dem Unterholz. Ob da ein Stock gereicht hätte?

Blick auf das Meer während der Wanderung

Jetzt noch was Allgemeines: Ein Zebra kostet ca. 600 Euro, eine Flasche Bier 1,50 Euro, ein lecker Abendessen mit allem 25 Euro, tauchen mit dem weißen Hai 12 Euro. Ihr seht also, ein recht günstiger Urlaub und für alle Gelüste ist etwas dabei…. Kudu und Springbock schmecken dann auch noch einfach super gut.

Euch daheim wünschen wir besseres Wetter, allen Kranken gute Besserung und die ausgestopfte Elefantenfamilie wird nicht mitgebracht.

Das war es für diesmal, alles Liebe und ein schönes Wochenende

Bianka und Heiko, die geile Fotos von der Büffelherde haben

Jenseits von Afrika

So haben wir uns auf der Montana Farm gefühlt und natürlich auch ein bisschen wie Streep und Redford :-))

Auf unserem Weg zur Straussen Stadt Oudtshoorn machten wir halt in Plettenberg Bay, einem schon fast mondänen Badeort. So gegen 16.00 Uhr gingen wir am Strand spazieren und sahen auf einmal, wie schwarze Vögel tief über dem Wasser flogen. Was soll das? Wir blieben stehen und so in etwa 50 Meter Entfernung tummelten sich auf einmal 100 – 120 Delfine im Wasser. Es muss sich an der Stelle wohl ein Fischschwarm breit gemacht haben und der wurde von oben und vom Wasser aus verspachtelt.

‚Action‘ im Meer

In Oudtshoorn machten wir eine Führung bei einer Straussenfarm und spielten Geburtshelfer bei einem kleinen Straussenküken. Na ja, klein ist vielleicht übertrieben, so groß wie ein Huhn war es schon.

Ein kleiner Vogel Strauß schlüpft

Eine der größten Höhlen haben wir auch besichtigt, dafür habe ich dann auf den Streichelzoo mit Geparden verzichtet.

Mittlerweile sind wir in Hermanus angekommen und werden uns am Meer erholen, bevor wir morgen wieder in die Gardenroute einsteigen und auf Weinkellerei Tour gehen.

Hier noch was für die Statistiker unter Euch: Mückenstiche Bianka 0, Heiko hat bei 7 am linken Unterschenkel aufgehört zu zählen, er wird wohl auch in diesem Urlaub der Mückenstichsieger sein.

Stellenbosch

Nach Hermanus ging es dann nach Stellenbosch, wo wir in der Yellow Lodge untergekommen sind. Schöne Gegend, auch wenn man die Weingüter bestimmt ohne Auto besser genießen kann 😉

Eins der schönen Häuser in Stellenbosch

Danach haben wir dann Kapstadt unsicher gemacht. Durch Zufall haben wir erfahren, dass die Schwester unseres Nachbarn in Camps Bay lebt und ein Zimmer vermietet. Klar, wo wir unterkamen, nicht wahr?

Green Market Square, Waterfront, Innenstadt, alles abgegrast und dann ging es zurück in die Heimat. Wieder waren wir mit South African gut bedient, auch in Eco eine gute Wahl.

Blick von Camps Bay auf den Tafelberg im Sonnenuntergang

Das Land hat uns gut gefallen, aber die Gardenroute kam etwas zu kurz. Mal sehen, wir haben ja die Jahreskarte für die Nationalparks, vielleicht sollte man die noch mal nutzen.

Nochmal?

Wie bereits erwähnt, hat es uns bei unserer ersten Afrikatour sehr gut gefallen. Da wir nun auch noch günstige Flüge (Air Berlin/LTU) nach Kapstadt finden, entschließen wir uns für einen weiteren Trip nach Kapstadt. Wegen der kurzen Vorlaufzeit ist aber eine Unterkunft im Addo NP nicht mehr erhältlich, wir müssen außerhalb etwas suchen. Los geht es am 15.10.2005.

Wal, da bläst er

Nach annähernd 12 Stunden Flug sind wir Samstag Abend gegen 23.15 Uhr in Kapstadt gelandet. Der Flug war ziemlich ätzend, Knie im Sitz des Vordermanns versenkend war an Schlaf nicht zu denken. Gut, dass wir für den Rückflug noch Ausgangsplätze bekommen haben.
Schnelle Beine bei der Einreise und Glück am Gepäckband sorgten dafür, dass wir um 0.15 Uhr bereits im Flughafenhotel waren und das erste afrikanische Bier vernichten konnten.

Am nächsten Morgen haben wir unseren Mietwagen abgeholt. Zuerst wollte man uns einen Polo andrehen; nachdem wir dem Vermieter dann den Prospekt um die Ohren gehauen haben, hat er uns doch unseren gebuchten Nissan Almera gegeben. Die Fahrt nach Hermanus (150 km) war angenehm und problemlos, so dass wir um 11.00 Uhr bereits vor Ort waren. Leider hatte die Stadt gerade an diesem Tag einen totalen Stromausfall, das Frühstück fiel also eher kärglich aus. Danach sind wir die Klippen abgewandert, um nach Walen Ausschau zu halten. Es war aber außer einem in weiter Ferne nichts zu sehen. Da kam schon Enttäuschung auf.

Dafür sind die Vermieter sehr sympathisch und das Zimmer riesig. Das Abendessen ging so, Hauptsache, der Wein war schmackhaft.

Heute haben wir dann eine Bootsfahrt zum Wal-Beobachten gemacht und wurden entschädigt. Wir haben bestimmt 20 Wale gesehen, Seehunde und Delphine. Ein Wal hat längsseits am Boot „festgemacht“ und der Fotoapparat musste auf „Dauerfeuer“ gestellt werden. Ich glaube, es waren um die 100 Bilder, heute Abend müssen wir erst mal löschen … Wer das Buch „Der Schwarm“ gelesen hat,
weiß, wie uns zumute war.

Auf dem Rückweg zum Zimmer haben wir dann noch 3 weitere Wale direkt in der Bucht vor unserer Unterkunft gehabt. Also, 20 weitere Bilder.

Unsere erste Walsichtung

Heute Abend werden wir – dem Erlebten entsprechend – Fisch essen gehen 😉

Abschließend der Wetterbericht: 28 Grad, sonnig, blauer Himmel. Morgen geht es weiter nach Oudtshoorn in die Straussenregion.